Ihre Zukunft besser gestalten
von Peter de Mer

Das Umfeld

Menschen und Märkte

Wie oder was ein Mensch ist bzw. was aus ihm oder ihr werden könnte, das betrachtet man je nach Interessenlage mit verschiedenen Motivationen aus unterschiedlichen Perspektiven. Oft betrachtet man allerdings nicht das Original, sondern das Bild, das man sich von der Person gemacht hat. Dieses Projekt stellt die Fähigkeit jeder Person zur Gestaltung der Weiterentwicklung der eigenen Individualität - ein einmaliges Kunstwerk - in den Mittelpunkt.

Der Kunstmarkt

Der Kunstmarkt ist so vielfältig wie die Kunst selbst. Verschiedenen Menschen erscheinen unterschiedliche Aspekte wichtig. Die einen meinen, Kunstwerke seien ideale Lifestyle Attribute. Anderen z.B. ist der Geldwert der wichtigste Aspekt. Wenn Sie statt mit einem Aspekt lieber mit einer größeren Sammlung von Perspektiven umgehen, hat Ihnen dieses Projekt interessante, wahrscheinlich auch ungewohnt neue Aspekte zu bieten.

Konservative Aufgaben

Die Museen auf der ganzen Welt bewahren Kunstschätze. Ausgewiesene Experten sammeln Wissen für die ganze Welt. Deshalb begreifen sich die in Museen arbeitenden als diejenigen, die bestimmen, was Kunst ist und was nicht. Dazu passen Künstler mit verwandter Mentalität. Die kunstvollen Inszenierungen ihrer Egos werden von vielen bewundert. Besucher haben im Tagesgeschäft oft nur einen Zahlenwert - die Eintrittskarte. Der Bedarf an Kunst, der Bedarf an den nicht materiellen Werten, die Kunst auch jedem Durschnittsmenschen zu bieten hat, findet nur selten eine dem Bedarf angemessene Beachtung. 

Die zweite Aufgabe ???

Museen sind als gesellschaftliche Institutionen, nicht nur Sammler materieller Werte, sie sollten auch Speicher für das Überlebenswichtigste sein, das die Menschheit besitzt und heute notwendiger braucht als jemals zuvor: Inspiration. Auch das ist neben den Darstellungen ihrer Individualitäten Aufgabe der Künstler. Klein und unbeholfen - so kann man die Versuche auch berühmter Museen beschreiben, die neben überwältigenden Architekten-Leistungen auch zeigen wollen, dass die gesammelten Kunstwerke eine inspirierende Wirkung entfalten. Dem Guggenheim – Museum in New York wurde dies schon bei der Stiftung an als Aufgabe mitgegeben. In einem aktuellen Image-Film – rund 80 Jahre danach - wird als Beispiel gezeigt, „wie sich das Rot anfängt zu bewegen, wenn man lange (vom schiefen Boden aus) darauf schaut“. Ein geistig so zwergenhafter, unbeholfener Versuch kann einem Menschen, der mit der heute gewohnten Fülle der ungelösten Probleme kämpft, sich am Rand der Überforderung zu behaupten sucht, nicht dabei helfen, ein neues Leitbild für seine innere Ordnung zu entwerfen, das die Probleme anders sortiert, Gewichte verringert und stattdessen Inspirationen frei setzt, die neue Wege aufzeigt. Solche hochkomplexen Leitbilder entstehen, wenn Menschen statt einer Kunstausstellung den hier vorgestellten Kurs besuchen.

Kreatives Chaos der Meinungen

Will man dem Aspekt "Inspiration" mehr Beachtung schenken, verheddert man sich schnell im unübersichtlichen, emotionalen, chaotischen, widersprüchlichen Gedankengedränge. Kreatives Chaos kann unterhaltsam sein, muss aber nicht zu den Lösungen führen, die gebraucht werden, um wenigstens einige der vielen Bedrohungen zu beseitigen, die den Menschen heute noch das Leben schwer machen oder sogar das Überleben gefährden. Neue kreative Leistungen sind immer gefährlich für die bisher gewohnten inneren Bilder. Diese sind keine korrekt realistischen Abbildungen, sondern individuelle Schöpfungen, die im Laufe des bisherigen Lebens gewachsen sind. Gleichzeitig sind diese Bilder lebendige Teile und Darstellungen unserer Persönlichkeiten. Sie sortieren und färben unsere Wahrnehmungen, Verhaltensweisen und Entscheidungen. Prinzipien und Regeln sind dagegen geistige Industrie- bzw. Fertigware. Niemand kann sie ohne Schaden in seine Persönlichkeit implantieren. Sie zu individualisieren, ist ein ebenso sensibler, schöpferischer Akt wie die Schaffung eines Kunstwerkes. Mit der spezialisierten Unterstützung des hier beschriebenen Konzepts gelingt das auch Nichtkünstlern so gut, dass sie vor Überraschung und Begeisterung schon mal auf dem Tisch tanzen.

Wertvoller als Kunstschätze

Die individuellen Sammlungen persönlicher Vorstellungen sind auch deshalb für den einzelnen Menschen so wertvoll, weil sie jeden herausheben aus der gestaltlosen Masse und Einzigartigkeit beweisen wie ein Fingerabdruck. Im Gegensatz zu Bildersammlungen, die in Museen aufbewahrt werden, haben die Sammlungen individueller Vorstellungen tagesaktuelle Auswirkungen. Sie schaffen das Koordinatensystem, in das wir alle Eindrücke einordnen. Ist das Koordinatensystem einigermaßen stabil, fühlen wir uns sicher und dem Leben gewachsen.  Stellt sich heraus, dass das eine oder andere dieser inneren Bilder nicht mehr zur äußeren Wirklichkeit passt, macht sich Unsicherheit breit. Wir wählen unpassende Worte, treffen falsche Entscheidungen. Es droht die Gefahr, die Orientierung zu verlieren. Denkanstöße und Erfahrungen, die sich ansammeln, aber nicht verarbeitet werden, haben ähnliche Auswirkungen.

„Wir müssen reden!“

Dieses verständliche Bedürfnis führt auf einen Weg, der gewöhnlich so endlos lang wird, so dass schließlich der Weg zum Ziel erklärt wird.